Wie ist die Ergotherapie-Ausbildung in Deutschland geregelt?

Wie ist die Ergotherapie-Ausbildung in Deutschland geregelt?

Erst seit 1999 ist das Berufsbild des Ergotherapeuten gesetzlich geregelt und nach und nach wurden auch die Vorschriften für die Ergotherapeuten-Ausbildung vereinheitlicht.

Da ein Ergotherapeut es in der Regel mit Menschen zu tun hat, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung ihren Alltag nicht mehr richtig bewältigen können, muss er in jedem Fall Einfühlungsvermögen, Geduld und Verantwortungsbewusstsein mitbringen und sollte sowohl physisch wie auch psychisch besonders belastbar sein.

Es gibt drei Möglichkeiten eine Ergotherapeuten-Ausbildung zu absolvieren

  1. Die Ausbildung an einer staatlichen oder privaten Berufsfachschule für Ergotherapie:
    Die Voraussetzung hierfür ist mindestens der Realschulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Zu den Bestandteilen der dreijährigen Ausbildung zählen neben dem theoretischen und praktischen Unterricht an der Schule auch vier unterschiedliche Praktika, welche in geeigneten Einrichtungen absolviert werden müssen. In diesen drei Jahren werden medizinische Grundlagen, in der Ergotherapie übliche Verfahren, Grundkenntnisse in der Psychologie und Pädagogik aber auch handwerkliche und gestalterische Techniken vermittelt. Da es sich hierbei um eine schulische und nicht um eine duale Ausbildung handelt, wird sie auch nicht vergütet. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es allerdings möglich, eine BAföG-Förderung zu erhalten.
  2. Die verkürzte Ausbildung nach erfolgtem Berufabschluss:
    Wer bereits erfolgreich eine Berufsausbildung in einem verwandten Beruf abgeschlossen hat, benötigt nur noch zwei Jahre für die Ergotherapeuten-Ausbildung. Verwandte Berufe sind Krankengymnast/in, Physiotherapeut/in oder Erzieher/in. In einigen Fällen werden auch andere Berufsabschlüsse angerechnet, welche das sind, sollte bei entsprechenden Beratungsstellen in Erfahrung gebracht werden
  3. Das ausbildungsbegleitende Studium:
    Es gibt auch Schulen, die eine Kombination aus Ausbildung und Studium anbieten. Nach erfolgreichem Abschluss erhält der Schüler nicht nur den Berufsabschluss, sondern gleichzeitig auch noch einen Diplom- oder Bachelorabschluss. Wer dies in der Tasche hat, kann anschließend noch ein Masterstudium absolvieren und hat damit die Möglichkeit als Lehrer oder in der Wissenschaft tätig zu werden. Doch auch schon der Diplom- oder Bachelorabschluss erhöht die Chancen, später einmal eine leitende Position oder eine Tätigkeit im Ausland zu bekommen. Aber auch mit einem normalen Abschluss als Ergotherapeut/in, besteht natürlich die Möglichkeit, berufsbegleitend zu studieren.
  4. Allen Ergotherapeuten ist es gesetzlich vorgeschrieben, sich regelmäßig fachspezifisch weiterzubilden. Die meisten Ergotherapeuten spezialisieren sich ohnehin auf bestimmte Gebiete.

2 Kommentare

  1. Monique sagt:

    Hallo
    Ich habe eine Frage,
    Ich bin Ergotherapie-Schülerin und habe alle 4 Praktika abgeschlossen. Meine Schule hat mich aber das 1.Praktikum nicht bestehen lassen, ich weiß nicht wieso mein Anleiter hat mir damals gesagt ich hätte bestanden , 5 Wochen später teilt meine Schule mir mit es sei nicht so, weil ich mehr als 3 kreuze im 5 Kästchen von 8 auf dem Bewertungsbogen habe. Die Sichtstunde habe ich Bestanden und Fehlstunden habe ich keine gehabt. Meine Frage ist : ist das rechtens? ich soll auch noch weiterhin Schulgeld zahlen wobei ich nicht wiederholen möchte . ich würde mich freuen wenn sie mir helfen könnten und mir Antworten könnten. Liebe Grüße Monique

    VA:F [1.9.13_1145]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.13_1145]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  2. Ali sagt:

    Hallo wie läuft es mit der verkürzung ich bin Staatlich Annerkannter Sozialpädagogischer Assistent also Kinderpfleger im Kindergarten kann ich die Ergotherapeuten ausbildung auch verkürzen?

    VA:F [1.9.13_1145]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.13_1145]
    Rating: 0 (from 0 votes)

Dein Kommentar